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Woran wir glauben

Wer zur CGM gehört, für den ist die Bibel Gottes Wort. In ihr steht, dass Gott eine persönliche Beziehung zu den Menschen haben möchte, weil er den Menschen als sein Gegenüber geschaffen hat. Gott hat für jeden eine Aufgabe, die sein Leben sinnvoll macht. Gott liebt alle Menschen und läßt ihnen daher auch die Freiheit, an ihn zu glauben oder nicht. Im Mißbrauch seiner Freiheit lehnt sich der Mensch gegen Gott auf. Er führt sein Leben nach eigenen Vorstellungen und fragt nicht nach dem, was Gott will. Das nennt die Bibel Sünde. Durch sie ist der Mensch von Gott hoffnungslos getrennt. Aber Gott hat gehandelt, um die Gemeinschaft mit dem Menschen wiederherzustellen. Er hat durch seinen Sohn Jesus Christus eine Brücke gebaut. Jesus starb für die Sünde am Kreuz, damit die Menschen wieder mit Gott leben können. Wer zum Glauben an Jesus Christus kommt, sieht ein, dass er bisher falsch gelebt hat und bereut es. Ihm wird die Schuld  vergeben. Er ist entlastet und frei.

 

Ein Mensch, der an Jesus Christus glaubt, weiß: Gott ist da, er läßt den Menschen nicht los. Und Gott verspricht dem, der an ihm festhält, ein Leben über den Tod hinaus. Das ist die Hoffnung der Christen.

 

Mit Gott leben heißt auch, mehr von ihm wissen zu wollen. Darum lesen Christen die Bibel und beten zu Gott. Wer Gott kennengelernt hat, möchte sich ihm zur Verfügung stellten und mithelfen, dass auch andere Menschen Gottes Liebe erfahren.


Was wir unter Gemeinde verstehen

Wenn ein Mensch anfängt, ernsthaft an Gott und Jesus Christus zu glauben, dann verändert sich sein Leben. Es bekommt eine neue Richtung mit neuen Inhalten. Dieser Glaube, durch den der einzelne ein bewußter Christ wird, führt ihn mit anderen Menschen zusammen, die diese Überzeugung teilen. Auch sie bekennen sich zu ihrem Glauben an Jesus Christus und bilden so eine Gemeinschaft, eine Gemeinde.

Mitglied der CGM kann deshalb nur der werden, der glaubt und bekennt, dass Jesus Christus sein Herr ist und dessen Leben mit diesem Bekenntnis übereinstimmt. In der Regel wird diese persönliche Beziehung in einer bewußten Taufe vor Gott festgemacht und vor Menschen bezeugt, aber sie ist nicht Bedingung zur Mitgliedschaft. Am Abendmahl können alle teilnehmen, die aus diesem Glauben leben. Im Abendmahl feiern wir den Tod Jesu Christi am Kreuz als einzige bleibende Grundlage unseres Glaubens.

 

Da Gott die Menschen, die an ihn glauben, mit unterschiedlichen Gaben beschenkt hat, sollten sie auch im Gemeindeleben zur Entfaltung kommen. Daher setzen sich viele in der Gemeindearbeit und in der Gottesdienstgestaltung ein. Der Apostel Paulus vergleicht die Gemeinde mit einem Körper, der viele Körperteile hat. Jeder Körperteil hat eine Funktion. Er kann nicht ohne den anderen auskommen. Gemeinde ist Gemeinschaft miteinander und Gemeinschaft mit Jesus Christus.


Taufe


 

Biblische Leitsätze zur Taufe

und Konsequenzen für die

Taufpraxis in der

Christus – Gemeinde Mülheim

 

1. Im Neuen Testament wird die Taufe nicht als eigenständiges Thema behandelt, sondern im Zusammenhang mit Tod und Auferstehung Jesu Christi, dem Wirken des Heiligen Geistes, der Wiedergeburt, der Mission, der Gemeinde und dem Leben in der Nachfolge.

 

2. Die Taufe hat ihren Grund im einmaligen Handeln Gottes in Jesus Christus zum Heil der Welt.

 

3. Nach dem Neuen Testament ist die Taufe in sachlichem und zeitlichem Zusammenhang mit dem Beginn des Glaubens zu sehen und mit dem verbindlichen Leben in einer Gemeinde von Glaubenden.

 

4. Die Taufe kann nur vollzogen werden aufgrund persönlichen Glaubens, der durch Gottes Wort und Geist erweckt wird und zugleich dankbare und gehorsame Antwort des Menschen ist. Für diesen Glauben ist keine Stellvertretung möglich.

 

5. In der Taufe begehrt der Glaubende, mit seiner ganzen Person öffentlich und endgültig unter die Herrschaft des dreieinigen Gottes gestellt zu werden. Gott bestätigt den Getauften als sein Eigentum und vergewissert ihn des Heils.

 

6. Der Begriff „heilsnotwendig“ in Verbindung mit der Taufe ist dem Neuen Testament fremd; er stammt aus späterer Zeit. Auch die Taufhandlung als solche entscheidet nicht über das ewige Heil; dennoch ist die Taufe von Christus geboten.

 

7. Wir können nach Inhalt und Form nur die Taufe durch Untertauchen als neutestamentlich bezeichnen. Sie geschieht auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

 

8. Wir sehen eine Taufhandlung, bei der der persönliche Glaube des Täuflings fehlt, nicht als Taufe an. Darum ist die Taufe aufgrund des Glaubens keine Wiedertaufe. Taufe ist unwiederholbar. Wenn jemand bereits als Säugling getauft wurde und aufgrund einer vor Gott getroffenen Gewissensentscheidung darin seine Taufe sieht, wird diese Überzeugung geachtet.

 

9. Weil im Neuen Testament vorausgesetzt wird, dass zum Christsein die Taufe gehört, erwarten wir, dass jedes Gemeindemitglied in der Tauffrage eine vor Gott verantwortete Entscheidung im Sinne dieser Leitsätze trifft.

 

 

Alle christliche Lehrbildung geschieht unter dem Vorbehalt, dass unsere Erkenntnis Stückwerk ist. Das gilt auch für das Taufverständnis in der CGM. Dennoch wissen wir uns verpflichtet, unserer Taufüberzeugung entsprechend zu lehren und zu handeln, ohne Christen mit anderen Taufauffassungen zu verurteilen.

 





Überzeugungen

Die folgenden zehn Thesen gehören zu den Grundüberzeugungen der Christus – Gemeinde Mülheim für eine biblische Gemeindearbeit. Sie beschreiben, wofür wir stehen und welche Ziele wir anstreben:

 

1. Wir sind überzeugt, dass vollmächtige biblische Lehre Veränderung im Leben eines Menschen und in der Gemeinde bewirkt. (Römer 12, 7; 2.Timotheus 3, 16-17; Jakobus 1, 23 - 25)

 

2. Wir sind davon überzeugt, dass verlorene, ohne Gott lebende Menschen, für Gott wichtig sind und daher der Gemeinde wichtig sein sollten. (Lukas 5, 30 - 32; Lukas 15; Matthäus 18, 14)

 

3. Wir sind überzeugt, dass die Gemeinde in Form und Stil Elemente heutiger Kultur verwenden sollte, ohne ihre Identität und Lehre zu verleugnen. (1.Korinther 9, 19-23)

 

4. Wir sind überzeugt, dass Nachfolger Jesu echt und authentisch leben und ein kontinuierliches stetes geistliches Wachstum anstreben sollten. (Epheser 4, 25-26, 32; Hebräer 12,1; Philipper 1, 6)

 

5. Wir sind überzeugt, dass Gemeinde Jesu eine Dienstgemeinschaft von Menschen ist, die ihre geistlichen Gaben vereint zum Dienst in und an der Welt einsetzen sollen. (1.Korinther 12 und 14; Römer 12; Epheser 4; Psalm 133,1)

 

6. Wir sind überzeugt, dass liebevolle Beziehungen jeden Aspekt des Gemeindelebens prägen sollten. (Johannes 13, 34-35; 1.Korinther 13)

 

7. Wir sind überzeugt, dass die Veränderung des Lebens durch den Glauben sich am besten in vertrauensvollen Beziehungen zueinander und somit in Kleingruppen vollzieht. (Lukas 6, 12-13; Apostelgeschichte 2, 44-47)

 

8. Wir sind überzeugt, dass wir für Gott unser Bestes geben sollten und dass dies Menschen inspiriert. (Kolosser 3, 17; Maleachi 1, 6-14; Sprüche 27, 17)

 

9. Wir sind überzeugt, dass die Gemeinde von denen geleitet werden sollte, die die geistliche Gabe der Leitung haben. (Nehemia 1 und 2; Römer 12, 8; Apostelgeschichte 6, 2-5)

 

10. Wir sind überzeugt, dass ganze Hingabe an Christus und seine Sache normal für jeden Christen ist. (1.Könige 11, 4; Philipper 2, 1-11; 2.Korinther 8, 7)

 

 



DruckansichtPDA-Ansicht Letzte Änderung  22.08.2007 20:31

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