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Gott erlebt


Ich wurde am 14.12.1959 geboren. Die ersten Jahre meines Lebens liefen recht harmonisch ab, da ich zuerst bei meinen Grosseltern aufwuchs. Dann mieteten meine Eltern ihre erste eigene Wohnung. In den nächsten Jahren bekam ich noch 5 Geschwister. Um den Lebensstandard zu behalten musste mein Vater immer mehr arbeiten, trotzdem wuchsen die Schulden. Er hatte Wechselschicht und arbeitete auch noch nebenbei. Meine Mutter wurde mit den Problemen des Alltags nicht mehr fertig und suchte die Flucht im Alkohol. Die Konsequenz daraus war, dass ich als Ältester den Haushalt führen und meine Geschwister versorgen musste. Kochen, waschen und bügeln bestimmten meine Kindheit.

Hilfe bekam ich nur von meinen Grosseltern, dort konnte ich auch mal von meinen Problemen abschalten.

Nach 23 Jahren Ehe liessen sich meine Eltern scheiden. Kurz vorher hatte ich mein Elternhaus verlassen um in Ruhe ohne Streit, Hass und Alkohol zu leben.

Ich hatte den festen Vorsatz niemals zu heiraten, bis ich meine jetzige Frau und ihre Familie kennenlernte. Ich wusste nicht, dass meine Freundin und ihre Eltern in die Kirche gingen.

Bis dahin hatte ich mit Gott nichts zu tun, ausser dass ich in der Ausbildungszeit zu Gott wegen meines Ausbilders betete. Und nun wurde ich mit Gott konfrontiert.

Aber ich liess mich nicht beeindrucken von all dem mit Gott und Jesus.

1981 habe ich dann doch geheiratet. Ich wurde nicht zum Glauben an Gott gedrängt, weder durch meine Frau noch durch die Schwiegereltern. Meine Frau ging jeden Sonntag zur Kirche, ich blieb lieber im Bett liegen.

Irgendwann probierte ich es mit dem Glauben und dem Beten zu Gott. Aber ich habe Gott nicht richtig verstanden. In der Kirchengemeinde versuchten mich natürlich alle zu überzeugen.

Im Laufe unserer Ehe bekamen wir 2 Mädchen. Meine Beziehung zu Gott hatte sich bis dahin immer noch nicht verändert. Unsere jüngste Tochter kam mit einem Herzfehler zur Welt. Die Ärzte sagten uns, dass sie mit spätestens 15 Jahren operiert werden müsste. Alle 3 Monate mussten wir mit ihr zur Klinik und sie war in dieser Zeit auch viel krank, so dass wir ständig beim Arzt sassen.

Dies war für mich die Gelegenheit, Gott auf die Probe zu stellen. Ich begann zu beten: Gott, wenn es dich wirklich gibt, dann mach unser Kind gesund.

Nach etwa 2 Jahren konnten die Ärzte keinen Herzfehler mehr feststellen. Sie war tatsächlich gesund!

 

Nun bin ich seit 19 Jahren gläubig. Bis heute verstehe ich viele Dinge nicht und weiss oft nicht, was Gott wieder mit mir oder meiner Familie vorhat. Trotzdem glaube ich, dass alles in seiner Hand ist.

 

Leider konnte ich weder meinen Eltern noch meinen Geschwistern klarmachen, warum ich glaube.

Mittlerweile habe ich meine Mutter und einen meiner Brüder durch den Alkohol verloren.

Heinz Barth

 

 


Mein Leben in Gottes Hand


Ich gehöre zu den Menschen deren Kindheit von der Nazizeit und dem Krieg geprägt wurden. Ich hatte gute und verständnisvolle Eltern. Sie konnten zuhören und hatten große Geduld mit meinem kindlichen Trotz.

In der Schule gab es keinen Religionsunterricht und in der Jungschar lernten wir, dass Gott in der Natur ist und wir keine Kirchen brauchen.

Etwa 10jährig machte ich eine Übernachtung am Lagerfeuer mit. Die BDM - Führerin wollte uns klarmachen, dass wir groß seien und tapfer sein müssten, weil wir ja deutsche Mädchen wären. Viele von uns waren schon Halbwaisen, die Väter im Krieg für die Ehre Deutschlands gefallen, und einige wussten nicht, wo die Väter waren. Sie hatten schon lange keine Post mehr bekommen. – Wir froren, und einige Mädchen weinten. - So konnten wir natürlich keine Helden sein, - das teilte uns die BDM -Führerin auch mit.

In mir war Trauer und eine unbestimmte Sehnsucht. Jetzt hätte ich gerne meine Eltern gefragt. Dann sang ein Junge von der HJ ein Lied mit Guitarrenbegleitung. Es hieß: „Ein Hitledunge hält treu die Lagerwacht, das Feuer knistert und dunkel ist die Nacht. Im Zelte schlafen schon all die Braven und mit den Wimpeln spielt der kühle Wind.

Die alte Mutter es oft erzählet hat: Ein jedes Sternlein ein toter Kamerad, der Herrgott hat sie zu sich genommen, jetzt glänzt er wie ein Held am Himmels- Zelt.“

Ich hatte Helden mit Auszeichnung gesehen, ohne Arm oder Bein oder mit Splitterverletzungen im Gesicht, und sie taten mir leid.Ich wollte nach Hause. Mir wurde gesagt, dass ich keine Heldin war und meine Eltern (schließlich war mein Vater Parteigenosse) sich meinetwegen schämen müssten. - Sie standen zu mir. -

Ich wurde älter, wollte immer richtig handeln und gut sein, aber es gelang mir nicht. Als Teenie hatte ich Menschenfurcht und habe auch meinen Eltern viele Dinge verschwiegen. Oft meinte ich, alle Menschen gegen mich zu haben. Ich habe viel gelogen, oft ohne erkennbaren Grund.

Die Menschen, die behaupteten Christen zu sein, habe ich sehr kritisch beob- achtet. Was sie erzählten, war für mich nicht nachvollziehbar.

Durch 2 junge Männer kam ich in eine evangelische Freikirche. Dort sang und musizierte ein etwa 30 Personen zählender Chor. Gebannt hörte ich zu und wünschte mir, auch so singen und spielen zu können.

Nach dem Gottesdienst sprach mich ein junges Mädel an. Wir befreundeten uns. Sie erzählte aus ihrem Leben, von Gebetserhörungen, von Ängsten und wie Jesus ihr immer wieder half . Das alles hatte keinen frommen Anstrich, sondern war so natürlich und glaubhaft. Wir haben auch viel gelacht. Dann kam der Augenblick, wo ich sie fragte: " Warum erlebe ich das nicht? " Ihre Antwort: „Möchtest du das? " - - Ja, ich wollte, eigentlich wollte ich so sein wie sie war. Alles an ihr gefiel mir, und einen Verlobten hatte sie auch. Sie erzählte mir von der Lebensübergabe an Gott und von dem Frieden und der Freude die durch Vergebung meiner Schuld, in mein Herz kommen würden. - - Wir sprachen über Sünden im ganz alltäglichen Leben, über Schuld, die sich anhäuft und zu einer schweren Last wird, die Menschen mürrisch, zänkisch und krank macht. „Wir können das Schöne und Gute nicht mehr sehen, weil uns diese Last nach unten zieht und uns nur negative Dinge vor Augen halt. Wir können vielleicht noch lachen; aber dieses Lachen ist kalt und kommt nicht aus dem Herzen, " sagte sie mir. -

Das stimmte in meinem Leben. Auf dem Höhepunkt eines Festes konnte ich die Albernheiten manchmal nicht mehr ertragen. Von einigen wußte ich, dass sie sich nicht ausstehen konnten und bei Festen Freunde waren. Mehrfach hatte ich schon solch eine Veranstaltung verlassen. -

Mein Entschluß stand fest: Ich suchte einen Seelsorger auf und erzählte ihm

Alles, was mir an Verfehlungen bewusst war. Er betete mit mir und sprach mir Vergebung zu. Mein Herz war wirklich voller Freude. Das, was ich bezweifelt hatte, war geschehen. Immer, wenn mir etwas aus der Vergangenheit einfiel, bekannte ich es einem Seelsorger oder meiner jungen Freundin, und wir beteten zusammen. Dann zeigte Jesus mir Dinge, wo ich Menschen mit meinen Worten verletzt hatte, wo ich negativ über sie gesprochen hatte oder nicht die Wahrheit gesagt. Ich war taurig, aber nicht bereit, diese Sache zu bereinigen. Die Traurigkeit nahm zu und der Friede wich einer inneren Unruhe. Endlich sprach ich doch mit einem Seelsorger darüber, und wir beteten, dass Jesus mir den Mut schenken sollte, mich vor Menschen zu beugen. Beim Verabschieden sagte der Seelsorger: " Helga, Jesus geht mit dir zu den Menschen, zu jedem, ER ist für dich einen viel schwereren Weg gegangen. " - Beim Erledigen dieser Dinge habe ich so viel Freude erfahren und viele gute Gespräche gehabt. Eine Freundin wollte mir nicht vergeben. Für sie habe ich mehrere Jahre gebetet, und heute reden wir wieder miteinander und sie erzählt von ihren Nöten.

Auch heute lebe ich nicht ohne Sünde. Jeden Abend bedenke ich den Tag und meine Handlungen und Worte. Wo es nötig ist, entschuldige ich mich.

Ich darf schreiben, dass ich in Hektik und Streit um mich her in meinem Herzen Frieden habe und ein tiefes Vertrauen, dass Jesus bei mir und mein Leben in SEINER Hand ist.

 

Helga Wieschermann,

Mülheim an der Ruhr

 

 


Verändertes Leben


Eigentlich sollte aus mir etwas ganz anderes werden. Bloß ist mein Leben anders verlaufen als ich und viele andere es gedacht hatten. Mein Vater war verhaßt mit jeglicher Religion. Er trat auch aus der Kirche aus. Ihm ist erst bewusst geworden, was das bedeutete, als er starb.

Mir ging es ein paar Jahre sehr schlecht, als ich im Heim unter Alkoholikern leben musste. Als ich vor wenigen Jahren ziellos durch Essen ging, traf ich eine junge Frau, mit der ich im Krankenhaus gelegen hatte. Sie fragte mich, wie es mir ginge. Ich erzählte ihr von meinem Unheil. Darauf zückte sie ihr Portemonnaie und gab mir 10 DM. Sie sagte: „Kauf dir was zu essen.“ Sie lud mich zu einer Tasse Kaffee ein. Schon vorher im Krankenhaus fragte sie mich, ob ich an Jesus glaube. Ich wich ihr dort aus. Als wir an der Bude Kaffee getrunken hatten, fragte sie mich, ob ich mal Lust hätte, zum Gottesdienst in ihre Kirche zu kommen. Ich sagte zu und vergewisserte mich, dass sie auch da sein würde. Am Sonntag darauf fuhr ich nach Mülheim zum Gottesdienst. Ich kannte dies alles nicht, weil es das alles früher in meiner christlichen Tradition nicht gegeben hatte: Da waren die Lobpreislieder, die Gebete, in denen man den lieben Gott als Vater und Jesus, den Sohn, preisen konnte. Danach hielt der Pastor die Predigt, und diese gefiel mir außerordentlich.

Heute ist es so, dass ich jeden Sonntag in diese Kirche gehe und mittwochs noch zum Bibelseminar. Heute verläuft mein Leben etwas anders, da ich mit Gottes Hilfe und durch Vermittlung meines Pastors in Mülheim an der Ruhr eine Wohnung gefunden habe.

Früher, als Kind, bin ich oft gehänselt worden. Das tat mir weh. Dazu im Gegensatz heute fühle ich mich in der Gemeinde wohl, weil ich da als Christ, als Mensch und als Freund akzeptiert werde. Im vergangenen Jahr bin ich getauft worden. Ein Leben ohne meinen Glauben an Jesus kann ich mir nicht mehr vorstellen.

 

Harald Neugebauer

gest. im Alter von 58 Jahren am 03.10.2002

Mülheim

 

 


Das ist mein Leben!


1951 wurde ich als fünftes Kind meiner Eltern bei Bad Bentheim geboren. Bis zur Einschulung verlebte ich eine relativ schöne und behütete Kindheit, die geprägt war von der Nachkriegsnot und dem Aufbauwillen der meisten Menschen, die viel entbehrt hatten.

1957 zogen meine Eltern nach Mülheim an der Ruhr. Im Alter von 10 – 12 Jahren ging ich regelmäßig zur Jungschar in eine freikirchliche Gemeinde im Mülheim. Dann wollte mein Vater, dass ich mit zwölf Jahren in den Konfirmandenunterricht gehe, was ich natürlich auch tat und daraufhin meine „religiöse Sozialisation“ mit der Konfirmationsfeier endete. Meine Mutter war überzeugte Christin, mein Vater bekennender Atheist. Die daraus entstandenen ehelichen Spannungen, bekamen wir als Kinder immer wieder mit lautstarken Auseinandersetzungen mit.

Später studierte ich Architektur. Mein Studium in Düsseldorf verlief erfolgreich. Ich war in meinem Traumstudium, war anerkannt, kreativ, aktiv und innovativ, nur – die Frage nach Sinn, Lebenssinn, innerer Ausgeglichenheit, die Suche auf Antworten über Not und Elend in der Welt sowie die Endlichkeitsfrage des menschlichen Lebens, beschäftigten mich .

Mitte der 70er Jahre entstanden viele sogenannte „Jugendsekten“ (Children of God, Mun – Sekte , Hare – Krischna u.a.m.). Diese Sekten gaben vor Antworten zu haben. Das interessierte mich sehr. Aber irgendwie wurde ich den Eindruck nicht los, dass alle diese Sekten nur „mein Bestes“ wollten –„ mein Geld und meine Seele“.

In dieser Zeit kam ich mit Menschen zusammen, die mir von dem Gott der Bibel erzählten. Diese Personen überzeugten mich nicht nur durch ihr Reden, sondern vor allem durch ihr offenes und glaubwürdiges Leben. Fasziniert und interessiert wollte ich mehr wissen von diesem Leben als Christ. Nach sachlicher Auseinandersetzung und vielen Gesprächen kam ich an den Punkt, diese Beziehung zu dem im Neuen Testament beschriebenen JESUS klar zu machen. Eines war mir ganz deutlich, der Weg dorthin ging nur über Buße, Bekehrung und Wiedergeburt und nicht über Religion oder religiöse Rituale.

Auf einer Tagung von Christen konnte ich der Einladung zum Glauben für mich persönlich nicht mehr widerstehen und daraufhin in einem ausführlichen seelsorgerlichen Gespräch (Oktober 1976) mein Leben in die Hände dessen geben, der für mich am Kreuz von Golgatha gestorben ist. Ich durfte diesen Jesus als den Christus, den Sohn Gottes, als den Retter aus meiner Verlorenheit und Gottesferne erkennen.

Er, der von Ewigkeit war, so beschreibt es die Bibel, kam von Gott dem Vater, wurde Mensch und erlöste uns nach einem unfassbaren detailgetreuen Plan, den sich kein Intellekt ausdenken konnte.

Diese Erfahrung veränderte mein Leben dramatisch. Heute nach vierundzwanzig Jahren Glaubensleben kann ich sagen, dass meine Bekehrungserfahrung einem „Saulus – Paulus – Phänomen“ ähnelte.

Nach intensivem Bibelstudium, Beschäftigung mit den verschiedenen Religionen und christlichen Glaubensgemeinschaften, vielen Gesprächen mit Christen, wollte ich mein Leben und meine Fähigkeiten nicht mehr ausschließlich der Architektur, sondern der Kinder- und Jugendarbeit widmen.

So studierte ich Sozialarbeit/Sozialpädagogik in Bochum. Nach meinem Abschluss arbeitete ich in der Psychologischen Beratungsstelle der Stadt Mülheim.

Ab 1984 übernahm ich die stellvertretende Leitung des Gerhard – Tersteegen – Institutes, Oberhausen, und seit 1988 leite ich diese Einrichtung.

Es gehört für mich zu den tiefgreifendsten Gedanken, dass der Schöpfer und der Mann am Kreuz, ein und dieselbe Person ist. Mein Verstand kann es nicht fassen, was diesen Herrn aller Herren bewogen hat, für mich ans Kreuz zu gehen. Liebe lässt sich nicht verstandesmäßig ausreichend erfassen.Heute erahne ich, dass es seine grenzenlose Liebe ist, die alles für mich tat, damit ich nicht verloren gehe (die Bibel in Johannes 3, 16).

Durch Jesus durfte ich nicht nur den Sinn meines Lebens erkennen, sondern alle Fragen nach Leben vor und nach dem Tod haben in ihm Antworten gefunden und gaben und geben mir in Ehe, Familie und Beruf Halt und Sicherheit auch oder gerade in Hoch- und Tiefphasen meines Lebens.

That´s my life!

 

Günther G. Stolz

Dipl. – Soz.Päd.

verheiratet, drei Kinder

Leiter des Gerhard – Tersteegen – Instituts (Kinder- und Jugendhilfe – Zentrum) in Oberhausen

und der „Zinkhütte 49“ (Modellwohnprojekt für Kinder- und Jugendliche in besonderen Notlagen, z.B. Streetkids) in Mülheim an der Ruhr

 

 

 


Die Bibel, ein Liebesbrief Gottes an mich


40 Jahre lang glaubte ich, daß ich nur dann eine Lebensberechtigung habe, wenn ich lieb und angepaßt bin und mir durch Leistung einen Platz in der Gesellschaft erkaufe. Wieviel Mühe mir dieses Leben gemacht hat, kann ich heute erst so richtig begreifen: ich durfte nicht Nein-sagen, denn dann wäre ich nicht „lieb“ gewesen. Ich mußte immer gute Leistungen vorlegen, um die Chance geliebt zu werden nicht zu verpassen. Letztendlich wußte gar nichts über mich und meine Bedürfnisse. Auch was Liebe wirklich bedeutet, war mir nicht klar. Ich setzte Liebe mit Leistung erbringen gleich. Ich fühlte mich einsam, wußte nicht wer ich war und versuchte mich immer an andere auszurichten und es ihnen recht zu machen. Das Ende war dann eine schwere Depression.

Jetzt glaube ich seit März 1995 an Jesus und ich weiß, daß ich ein von Gott gewollter und geschöpfter Mensch bin. Ich weiß, daß Er mich mit viel Liebe geschaffen hat, mir besondere Gaben und Fähigkeiten schenkte und daß ich gar nichts tun muß, Er liebt mich einfach um meiner Selbst willen. Als ich das endlich kapiert habe, war es eine nicht zu beschreibende Erleichterung für mich. Die Jagd auf die Anerkennung durch andere Menschen hörte auf. Ich mußte mich nicht weiter um Liebe bemühe, ich werde geliebt. Und das allerbeste: ich werde auch geliebt, wenn ich Fehler macht. Ich darf Fehler machen! Eine unglaubliche Last fiel von meinen Schultern und ich habe aufgehört, an ständig an mir herumzunörgeln. So lange ich auf dieser Welt lebe, ist Jesus immer an meiner Seite: ich bin nie mehr alleine. Das hat mir eine große Sicherheit und Freiheit gegeben und mir geholfen, meine vielen Ängste zu überwinden.

Wie es dazu kam?

Ich besuchte im November 1994 eine Bibelausstellung in der freien ev. Gemeinde in der Uhlandstraße und erfuhr dort interessante Dinge über die Bibel. Als Begleitmaterial bekam ich – neben anderen Dingen – eine als Luftpostbrief aufgemachte Informationsbroschüre über die Bibel unter dem Titel: Ein Liebesbrief an dich. Ganz am Ende fand ich eine bedenkenswerte Aufforderung: Der Tag hat 96 Viertelstunden und eine davon sollte ich Gott schenken und in der Bibel lesen. Diesem Rat bin ich noch am selben Tag gefolgt und lese von diesem Tag an regelmäßig in der Bibel und habe sie schon 4x komplett durchgelesen. Die Bibel wurde zu meiner Begleitung. Das Leben in der Bibel ist mir so wichtig wie Essen, trinken und Zähne putzen. Ich habe durch kritisches Prüfen erfahren, daß die Bibel wirklich und wahrhaftig lebendiges Wort Gottes ist und mir in meiner persönlichen Lebensbewältigung konkret hilft.

Daneben erfuhr ich aber die Begleitung durch Menschen, die auch an Jesus glauben. Ihre Fürsorge und Liebe für mich, aber auch ihr Vorbild und ihre Erzählungen über das, was sie mit Jesus erlebt haben, war ebenfalls sehr wichtig für mich.

Für mich ist die Bibel wirklich ein Liebesbrief Gottes an mich.

 

Heidi Junghardt,

Historikerin

Mülheim an der Ruhr


DruckansichtPDA-Ansicht Letzte Änderung  07.03.2006 17:58

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