An diesem Sonntag ging es um das Thema Geld und Versorgung. Und darum, dass wir Familie sind  – zwar nicht biologisch, aber wir wurden von Gott als Gemeindefamilie zusammengestellt. Familie ist nicht immer einfach, das wissen wir, und doch sind füreinander da und teilen Leben. Uns als Gemeinde ist Wachstum wichtig. Für uns persönlich, sodass jeder einzelne wächst, und auch für uns als Gemeinde. Deshalb verändern wir uns. 

In seiner Predigt hat Clemens über neun Thesen zum Thema Versorgung und Großzügigkeit gesprochen:

1. Alles gehört Gott 

Am Anfang der Welt gab es nichts. Gott schuf diese Welt, und das geschah durch sein Wort. Wir Menschen vergessen manchmal, dass alles einen Anfang hat. Dass wir nicht aus uns heraus leben. Was wir haben und entwickeln, entsteht alles aus dem was Gott schon geschaffen hat. Du denkst vielleicht: „Aber ich habe dafür gearbeitet. Das ist doch unfair, ich hab mich angestrengt. Es gehört mir!“ Oder „das hab ich geschenkt bekommen, das ist meins!“ – diese Sätze fordert Gott heraus. Wir sind Verwalter. Gott gehört alles auf dieser Welt, aber er setzt uns ein, um gut damit umzugehen. 

2. Gott war, ist und bleibt die großzügigste Person des Universums 

Gott schafft zu Beginn der Welt auch den Menschen, und gibt ihm den Auftrag seinen Besitz gut und richtig zu verwalten. Er teilt Verantwortung. Er ist ein großzügiger Gott, der gerne teilt. Er startet diese Welt, indem er dir und mir Verantwortung gibt. 

3. Weil Gott großzügig ist, sollen wir großzügig sein 

Gott liebt den Lebensstil von Großzügigkeit, und er sucht uns als seine Ebenbilder als Gegenüber, um uns von ihm prägen zu lassen und das was er uns schenkt weiterzuentwickeln. 

„Liebe Gott mit deinem ganzen Sein, und liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“, sagt die Bibel. Liebe meint nicht nur Emotionen. Vielleicht hast du Gott bisher nur mit deinen Emotionen geliebt. Aber, wenn Gott uns als ganze Persönlichkeit liebt, heißt das, dass wir mit all unseren Ressourcen im gegenüber großzügig sein sollen, und auch großzügig uns selbst gegenüber sind. Wie bist du dir selbst gegenüber? Freundlich und offen? Oder verwehrst du dir Gutes? Du darfst großzügig zu dir selbst sein! 

4. Du versorgst dich nicht selbst, sondern Gott versorgt dich. 

Jesus spricht viel über Geld. Weil Geld immer ein Thema ist. Wir machen uns Gedanken, und fragen uns wie wir morgen versorgt sein werden. Dabei brauchen wir uns nicht zu sorgen. Du sollst nicht alle Verantwortung abgeben, aber du musst dich auch nicht für Geld kaputt machen, weil du weißt: es gibt jemanden, der für dich sorgt. Jesus sagt: „Schau dir die Vögel an! Sie säen nicht und ernten nicht und sind doch versorgt!“. Dabei spricht er als Vorbild darüber wie wir leben sollen. Vertraust du auf seine Versorgung? 

Was machen Sorgen mit deinem Leben? Meistens lähmen sie uns oder wir arbeiten immer mehr, ohne dabei aber mehr zu erreichen. 

Und dann gibt es da noch den Zwiespalt zwischen dem was wir brauchen und dem was wir wollen. Das ist ein Unterschied. Denn oft sind wir nicht mit dem zufrieden was wir haben. Sei dankbar für das was du hast. Gott versorgt dich. Dankbarkeit ist ein wichtiger Schlüssel. 

5. Geben macht ein fröhliches und erfülltes Leben aus.

Jesus sagt, dass Geben seliger ist und fröhlicher macht als Nehmen. Warum ist das so? Warum macht es dein Herz fröhlicher, wenn du abgibst? Das liegt daran, dass du Ebenbild Gottes bist. Weil Gott teilt und es liebt zu geben, erfüllt es uns mit Freude, wenn wir abgeben. Außerdem ist es ein praktischer Schritt zu zeigen, dass ich auf Gottes Versorgung vertraue. Die erste Gemeinde hat alles geteilt. In der Apostelgeschichte lesen wir davon. Sie haben alles geteilt und waren eine attraktive Gemeinde. 

Und: Teilen macht dich frei – denn wenn du teilst, lernst du loszulassen und Gott zu vertrauen. 

6. Wir ernten was wir säen. 

Wenn gesät wird, wird das Frucht und Ernte bringen (2. Kor. 9:6). Wer viel sät wird auch viel ernten. In dem Text heißt es aber auch, dass wir Gott nicht unter Zwang geben sollen. Ist das nicht cool!? So ist Gott! Er sagt: „Dein Herz ist mir wichtiger als alles was du abgibst. Ich will, dass du frei und fröhlich bist, und gerne gibst.“

Er wird dir großzügig geben was du brauchst. Wer viel abgibt wird auch viel bekommen. 

7. An unserem Umgang mit Geld zeigt sich unser Charakter 

Geld ist tückisch. Es verspricht dir Sicherheit und Identität und Möglichkeiten. Aber es hilft dir nicht. Sobald du zum Beispiel krank wirst, merkst du das sehr schnell: Geld alleine hilft dir nicht. Geld hilft auch nicht bei Streit oder bei Verletzungen durch andere Menschen. 

Jesus verspricht dir Identität und Sicherheit und Möglichkeiten. Mit dem Unterschied, dass ER seine Versprechen halten kann. 

Wie gehst du mit deinem Geld um? Beziehst du Gottes Anliegen in deine Finanzplanung mit ein? Fragst du ihn was du mit deinem Geld machen soll? Gott ist an deinem Herzen interessiert. An deinem Charakter, der sich auf ihn ausrichtet. 

8. Echte Schätze kannst du nur im

Himmel sammeln 

Jesus sagt: „Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“ Dabei geht es um die Ewigkeit. Nicht ums Hier und Jetzt. Die Zeit auf der Erde ist vergänglich. Aber auf dich wartet die Ewigkeit. Was du hier sammelst, bleibt hier. Dein Besitz kann nichts für dein Leben tun. Er ändert nichts an deiner Ewigkeit. 

9. Gib an den Ort, der dich geistlich versorgt 

Die Gemeinde wird in der Bibel immer wieder als Gemeinschaft der Heiligen beschrieben. Gott ist Gemeinde wichtig und er findet sie als Gemeinschaft zentral – er nennt sie seine Braut. Jesus sorgt sich um die Versorgung seiner Braut. 

Kirche hat immer einen Auftrag, egal wie sie organisiert ist: sie soll Menschen in Begegnung mit Gott bringen. Und sie soll versorgt sein, um ihren Auftrag ausführen zu können. In der Bibel geben die Menschen ihren Zehnten/ 10% ihres Besitzes, ihrer Einnahmen. 

Damit die Gemeinde versorgt ist, braucht es Menschen, die sich finanziell beteiligen. Hier werden wir geistlich versorgt – und wir investieren durch Gebet, Mitarbeit und Finanzen. 

Also nochmal zusammen gefasst:

Gott fordert uns heraus zu geben und zu teilen. Ihm gehört alles! Er ist und bleibt die großzügigste Person. Und weil er großzügig ist, sollen wir auch großzügig sein. Er versorgt! Du brauchst dich nicht sorgen, denn er sorgt für dich. Glaub nicht der Lüge, dass du durch mehr Schaffen auch mehr hast. Geben macht ein fröhliches und erfülltes Leben aus. Wir werden ernten was wir säen. Dabei geht es nicht um unser Geld, sondern um unser Herz. An ihm und deinem

Charakter zeigt sich dein Umgang mit Geld. Vergiss nicht: echte Schätze kannst du nur im Himmel sammeln. Du kannst nichts aus deinem materiellen Besitz mit in die Ewigkeit nehmen. Und: gib an den Ort, der dich geistlich versorgt. Denn deine Gemeinde soll versorgt sein, um ihren Auftrag bestmöglich leben zu können.  

Geld ist nie ein einfaches Thema. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir darüber reden und für unser eigenes Leben reflektieren, wie wir eigentlich mit Geld umgehen. Gebe ich gerne? Bin ich gern großzügig oder fällt mir das richtig schwer? Die Thesen sollen dir helfen darüber nachzudenken wie du mit Geld umgehst und welchen Stellenwert es in deinem Leben hat. 

Du willst das Ganze nochmal ausführlicher hören? Die Predigt findest du auch auf der Webseite, damit du sie dir anhören kannst. Und wenn du merkst, dass dich einzelne Punkte bewegen: sprich mit Gott darüber, oder mit Freunden und tauscht euch aus wie ihr in diesem Bereich eures Lebens wachsen und Veränderung erleben wollt.

 

Die Predigt lässt sich in unserem Predigt-Archiv anhören. Text: Rebekka